• Schlersprecher_2021_Coronabild
Wir gratulieren den frisch gewählten Schülersprechern

Mira Rimmele, Fynn Hehl, Pius Kögel und  Leonie Damer (von o.l. nach u.r.)

Viel Erfolg bei der Umsetzung eurer Ziele!

--> SMV

Jedes Jahr die gleiche Prozedur: Gleich in der ersten Schulwoche wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man sich doch bitte um seine GFS kümmern soll. Und schon geht der Stress aufs Neue los: Überlegen, in welchem Fach man präsentieren möchte, Lehrern hinterherlaufen, recherchieren, planen, strukturieren, alles wieder verwerfen (weil dem Fachlehrer die ausgewählte Leitfrage plötzlich doch nicht mehr gefällt), und zu guter Letzt an der schriftlichen Ausarbeitung verzweifeln. Klar, dass sich die meisten Schüler freuten, als sich das Gerücht, die GFS wäre dieses Jahr freiwillig, als wahr erwies. Doch warum eigentlich? Und ist das wirklich sinnvoll?

Die GFS ist vielen Schülern ein Dorn im Auge, eine zusätzliche Belastung, zusätzlicher Druck. Nicht umsonst trägt sie den Spitznamen „Ganze Familie schafft“. Denn oftmals werden Probleme in die Familie hineingetragen, da der Schüler sich häufig mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert sieht. So stammt das zweite und vielleicht auch das dritte und vierte Argument der Ausarbeitung eben nicht vom Schüler selbst, sondern von Mama.  Jedoch steckt hinter der GFS natürlich auch ein Grundgedanke: Die GFS dient dem Trainieren der Erarbeitung eines Inhalts, der (Recht-)Schreibfähigkeit, dem Umgang mit Quellen und auch der Vortragsweise. Außerdem wird die Auseinandersetzung mit Schreibprogrammen durch die schriftliche Ausarbeitung ab Klasse 8 gefördert. Gerade für schüchterne Schüler oder solche, die sonst immer erst „angestupst“ werden müssen, ist die verpflichtende GFS eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

In den ersten beiden Schulmonaten dieses Schuljahres hatte nun jeder ab Stufe 7 die Wahl: GFS halten oder eben doch nicht? Für die meisten Schüler gar keine Frage: dieses Jahr definitiv nicht. Denn man wäre ja schon sehr doof, wenn man sich zusätzlich zum Klassenarbeitsstress noch eine solche Bürde aufhalsen würde. Einerseits verständlich, aber auf der anderen Seite wirklich klug?

Man verliert durch diese Entscheidung sicher auch eine gewisse Vorbereitung auf höhere Klassenstufen. Gerade, wer bereits 2019/2020 aufgrund von Homeschooling weder Vortrag noch Ausarbeitung gemacht hat und dies dann 2020/2021 erneut umgeht, könnte nächstes Schuljahr Schwierigkeiten bekommen. Als konkretes Beispiel gibt es einige Schüler, die ihre erste GFS in Klasse 9, oder die erste schriftliche Ausarbeitung in Klasse 10 machen werden. Ob man damit dann tatsächlich noch seine Note aufbessern kann, bleibt fraglich.

Einen Vorteil hat die freiwillige GFS allerdings auf jeden Fall: Die wenigen Schüler, die sich dazu durchgerungen haben, eine GFS zu halten (und das sind wirklich wenig), sind wesentlich motivierter und zeigen viel mehr Interesse als jemand, der dazu gezwungen wird. Diese Schüler haben „Bock drauf“, und das macht die Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern sowie den gesamten Ablauf um einiges angenehmer. So kann man wirklich gute Ergebnisse erzielen.

Wenn man nun die positiven Aspekte mit den negativen vergleicht, stellt man fest, das letztere deutlich überwiegen. Warum also diese Entscheidung vom Kultusministerium? Mit ein Grund sind die Unklarheiten, die zukünftige Situation betreffend. Möglicherweise wird wieder ein Lockdown ausgerufen,  was dann bezüglich der GFS ein Bewertungsproblem hervorrufen würde. Wie soll man Noten geben, wenn manche Schüler gehalten haben und andere nicht? Diese Diskussion würde voraussichtlich zu vielen Ungerechtigkeiten führen. So sind es immerhin deutlich weniger Vorträge, welche dementsprechend einfacher zu verschieben und damit auch zu halten sind.  Doch unfair könnte es in gewissem Maß trotzdem werden, weil es gut möglich ist, dass so manche freiwillige GFS einem Lockdown zum Opfer fällt.

Auch, wenn die Entscheidung teils nachvollziehbar ist, ist es doch sehr schade, dass der so feste Bestandteil der Mittel- und Oberstufe dieses Jahr wegfällt. Einerseits nimmt es Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten, welche für einige wichtig wären, andererseits gibt aber dem einzelnen mehr Eigenverantwortung, denn letztendlich entscheidet jeder selbst, ob er seine GFS halten möchte.

  • Carolin_Reithmeier
Ich heiße Carolin Reithmeier und bin in Lindenberg im Allgäu geboren und aufgewachsen. Nach meinem Abitur studierte ich in Augsburg Deutsch und Evangelische Religion. Nach meinem ersten Staatsexamen hatte ich die Gelegenheit, mein Lieblingsland Italien zu bereisen, bevor ich mein Referendariat am Berthold Gymnasium in Freiburg antrat. Nach eineinhalb Jahren durfte ich ein Schuljahr am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Konstanz Religion unterrichten, bis es mich beruflich vom Bodensee nach Karlsruhe verschlug. Dort verbrachte ich vier bereichernde Jahre – doch leider ohne Berge – sodass es mich wieder in heimatliche Gefilde zog und ich seit diesem Schuljahr nun am Gymnasium Isny unterrichten darf. In meiner Freizeit genieße ich das Leben in der Natur, koche, lese und fotografiere gerne. Die bisherigen herzlichen Begegnungen an der Schule trugen dazu bei, dass ich mich schon jetzt sehr wohl fühle und mich auf die kommende Zeit freue.

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